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Straf- und Massnahmenvollzug

Justizvollzugsanstalt Pöschwies, Regensdorf
Vom 1.12.1997 bis 31.12.2012 arbeitete ich als Direktor in der Justizvollzugsanstalt Pöschwies in Regensdorf.  Eine ausserordentlich lehrreiche, spannende und herausfordernde Zeit mit erfreulichen aber auch belastenden Momenten.  Die unzähligen Geschichten aus dieser Zeit, ob haarsträubend oder heiter, können nicht erzählt werden, weil das Amtsgeheimnis es verhindert.

Beratungstätigkeit als Experte für Straf- und Massnahmenvollzug
Seit der Pensionierung bin ich als Experte für Straf- und Massnahmenvollzug in den Bereichen Fachberatung, Konzeption und Ausbildung tätig. Meine AuftraggeberInnen sind bzw. waren das Bundesamt für Justiz, Kantonale Ämter und Einrichtungen sowie Architekturbüros.

Praxisbeiträge
2 Fragen, die ich im Jahresbericht 2012 der JVA Pöschwies zu beantworten versuchte:
A. Welche Rahmenbedingungen sind im geschlossenen Straf- und Massnahmenvollzug resozialisierungsfördernd bzw. ermöglichen soziales Lernen mit dem Ziel straffrei zu leben?
B. Welche Rahmenbedingungen wirken den schädlichen Folgen des Freiheitsentzugs entgegen?

Aufgrund meiner 15-jährigen Praxiserfahrung sind es im wesentlichen 7 Faktoren, die auf den Gefangenen einwirken und ihn, auf die oben gestellten Fragen bezogen, positiv oder negativ beeinflussen:
1. Das Betreuungsverhältnis
2. Der Gruppenvollzug 
3. Die Einschlusszeiten
4. Die sozialen und fachlichen Kompetenzen des Personals
5. Aussenkontakte und Vollzugslockerungen
6. Die Tagesstruktur für Körper, Seele und Geist
7. Raumverhältnisse und Architektur

Das Betreuungsverhältnis
Die zentrale Grösse im Vollzugsalltag stellt das Verhältnis zwischen der Anzahl Personalstellen und der Gefangenenanzahl dar. Hier wird durch die politischen Vorgesetzten weitgehend festgelegt, ob und wie weit den Grundsätzen im Strafgesetzbuch durch das Vollzugspersonal nachgelebt werden kann. Je besser das Betreuungsverhältnis, je eher haben die Vollzugsangestellten Zeit, „genau hinzusehen“, je weniger kann die Subkultur unter den Gefangenen Blüten treiben, je besser können die jungen, körperlich schwachen und die alten Gefangenen geschützt werden, je weniger muss der Vollzugsalltag mit Weisungen und Regeln durchorganisiert werden, je mehr kann das Personal seine in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten einbringen, jemehr kann den schädlichen Folgen des freiheitsentzugs entgegengewirkt werden und je mehr resozialisierende Wirkung wird schliesslich erzielt.
Die Direktoren der geschlossenen Justizvollzugsanstalten Bostadel, Lenzburg, Pöschwies und Thorberg haben sich vor 15 Jahren aus den oben genannten Gründen darauf geeinigt, ein minimales Betreuungsverhältnis von 1 Personalstelle auf 1.4 Gefangene anzustreben. Allerdings ist es in der Regel einfacher einen neuen imposanten Stabgitterzaun zu bekommen, als zusätzliche Personalstellen. Der Stabgitterzaun steht für den „richtigen Vollzug“, wo alle wissen, „wo der Bartli den Most holt“. Die rechtlich abgestützte Forderung nach einem günstigen Betreuungsverhältnis erweckt den Verdacht, die Verantwortlichen des Justizvollzug würden die Gefangenen verwöhnen. Das minimale Betreuungsverhältnis ist deshalb noch nicht überall erreicht. Die JVA Pöschwies weist ohne Doppelbelegung im Erweiterungsbau ein Betreuungsverhältnis von 1:1.5 aus.
Mit Blick auf die unbestrittenen Grundsätze für den Straf- und Massnahmenvollzug gemäss Strafgesetzbuch erachte ich für den geschlossenen Vollzug ein paritätisches Betreuungsverhältnis als zielführend. Das Personal vermag dann dem institutionellen Druck, welcher durch die vielfältigen Regeln und Weisungen sowie die baulich-technischen Sicherheitsvorkehrungen produziert wird, menschlich Paroli zu bieten und ein deliktorientiertes, resozialisierungsförderndes Lernklima zu schaffen.   
Das Betreuungsverhältnis auf den Wohngruppen ist so zu gestalten, dass die Aufsichts- und Betreuungsaufgaben durchgehend mindestens zu zweit wahrgenommen werden können. So wird dem Sicherheitsrundsatz „Ein Mann ist kein Mann/Eine Frau ist keine Frau“ genüge getan und die soziale Kontrolle ist ebenfalls ein Stück weit gewährleistet. Dasselbe gilt für die Arbeitssituation in den Gewerbe- und Versorgungsbetrieben. Für die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter ist es ein grosser Unterschied, ob sie/er alleine einer grösseren Gruppe von Gefangenen gegenüber steht oder eine Kollegin oder einen Kollegen im Rücken weiss. Namentlich dann, wenn es darum geht in der Gefangenengruppe zu intervenieren, Auseinandersetzungen zu führen und gemeinschaftsverträgliches Verhalten einzufordern. 

Der Gruppenvollzug
Ohne Gruppenvollzug kann den Grundsätzen gemäss Art.75 StGB nicht konsequent nachgelebt werden. Der Gruppenvollzug ist eine personalintensive Art und weise, den Vollzugsalltag zu gestalten und hängt somit direkt mit dem Betreuungsverhältnis zusammen. Der Gefangene lebt und arbeitet grundsätzlich in einer fest zusammengesetzten Gruppe. Im Arbeits- und im Wohnbereich wird er von einem ebenfalls fest zusammengesetzten Team beaufsichtigt und betreut. Der Vollzugsalltag schränkt ihn nur soweit ein, als es das sichere und einvernehmliche Zusammenleben erfordert. Der Inhaftierte kann sich, je nach Vollzugsregime, in einem mehr oder weniger beschränkten Rahmen auf der Wohngruppe und auf dem Areal frei bewegen. Nur im Hochsicherheitsregime ist der Gruppenvollzug nicht möglich.
Der Gruppenvollzug fördert ein gemeinschaftlich ausgerichtetes Zusammenleben. Initiativen in Richtung selbständige Haushaltsbesorgung wie Putzen, Waschen, Kochen, Kameradenhilfe und Verantwortungsübernahme bei der Beachtung von sozialen Regeln sollen nach Möglichkeit unterstützt werden. Solche Lebensumstände sind dem sozialen Lernen zuträglich. Zwischen den Eingewiesenen und dem Personal besteht eine Arbeitsbeziehung, die sowohl dem sozialen Lernen wie auch der Sicherheit förderlich ist. Die Gruppenaufseherin/der Gruppenaufseher ist erste Anlaufstelle für den Eingewiesenen und ist mit dessen Vollzugssituation vertraut.
Der Gefangene lernt allerdings nicht nur von der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter, mit der/dem er die Zeit am Arbeitsplatz, auf der Gruppe, in der Therapie, in der Schule oder im Fussballtraining verbringt, sondern vor allem von seinen Mitgefangenen. Bei allen Errungenschaften des modernen Straf- und Massnahmenvollzugs in der Schweiz ist stets zu bedenken, dass die Einflussnahme der Mitgefangenen – namentlich auf jüngere, betagte und körperlich schwache Straftäter – naturgemäss grösser ist, als die der Vollzugsangestellten. Eine Ausnahme bildet hier die milieutherapeutische Arbeit mit Massnahmenklienten, welche die subkulturellen Einflüsse der Miteingewiesenen dank einem paritätischen  Betreuungsverhältnis weitgehend zurückzudrängen vermag.

Die Einschlusszeiten
Als Faustregel gilt: Je kürzer die Einschlusszeiten, je geringer die Straf- bzw. Haftempfindlichkeit bzw. je weniger psychische Störungen sind durch die psychiatrischen GrundversorgerInnen zu behandeln. Idealerweise sind die Zellen von 06 – 22 Uhr durchgehend geöffnet.
Während den Zellenöffnungszeiten kann sich der Eingewiesene in den Gruppenräumlichkeiten frei bewegen. Wenn immer möglich wird im Gruppenverband gegessen, inkl. Nachtessen. Über das Wochenende sollen die Eingewiesenen die Möglichkeit haben, selbst zu kochen. Die Gruppenräumlichkeiten ermöglichen den Eingewiesenen, Eigeninitiative bezüglich sozialer Aktivitäten zu entwickeln.
Der Gefangene kann sich ausserhalb der Arbeitszeit aber auch ohne weiteres auf seine Zelle zurückziehen und die Türe schliessen. Es ist nicht entscheidend, wie lange sich der Gefangene in seiner Zelle aufhält, entscheidend ist, dass er die Zelle verlassen könnte, wenn er wollte.    Das Leben im Gruppenverband wird idealerweise nur dann eingeschränkt wenn Ordnung und Sicherheit dies verlangen, z.B. Gruppe für höhere Sicherheit oder Arrest.

Die sozialen und fachlichen Kompetenzen des Personals
Der sorgfältigen Auswahl des Personals ist in den letzten 15 Jahren in zunehmendem Masse Aufmerksamkeit geschenkt worden.  Das Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebot  ist nicht nur am Schweizerischen Ausbildungszentrum für das Strafvollzugspersonal sondern auch an anderen Ausbildungsstätten weiterentwickelt und ausdifferenziert worden. Die eigentliche Personalauswahl obliegt nach wie vor den einzelnen Leiterinnen und Leiter der Institutionen des Freiheitsentzugs. Sie treffen die richtigen Entscheidungen, damit das neu eingestellte Personal die intellektuellen und charakterlichen Voraussetzungen für die Arbeit im Straf- und Massnahmenvollzug erfüllt. Wie der Beruf der Polizistin/des Polizisten erfordert der Beruf der/des Justizvollzugsangestellten (AufseherIn/BetreuerIn, WerkmeisterIn usf.) ausgeprägte soziale Kompetenzen, hohe Leistungsbereitschaft und persönliche Reife. Nur solche Menschen, wissen schliesslich, wo sie arbeiten und was ihre (hoheitliche) Aufgabe ist.
Ist das Personal charakterlich geeignet und gut ausgebildet, braucht es die Zeit und den Raum, sein Wissen, seine Kenntnisse und seine sozialen Fertigkeiten in den Vollzugsalltag einzubringen, um eine resozialisierende und deliktpräventive Wirkung erzielen zu können.  Ohne ein günstiges Betreuungsverhältnis ist dies nicht oder nur eingeschränkt möglich. Muss die Vollzugsangestellte/der Vollzugsangestellte auf der Gruppe alleine arbeiten bzw. steht sie/er 20-30 Gefangenen im Gewerbe alleine gegenüber, beschränken sich die Aktivitäten naturgemäss auf die Sicherstellung des Vollzugsalltags. Die Vollzugsgrundsätze gemäss Art. 75 Abs. 1 StGB können jedenfalls im Einzelsprung nicht eingehalten werden.

Aussenkontakte und Vollzugslockerungen
Aussenkontakte (Besuch, Familienzimmer, Brief- und Paketpost, Tageszeitungen, Radio, Fernsehen usf.) und Vollzugslockerungen (intra- und extramural) mildern physische und psychische  Haftschäden und wirken resozialisierend. Dort wo aus Sicherheitsgründen keine extramuralen Vollzugslockerungen bewilligt werden können, sind anstaltsinterne Vollzugslockerungen in Betracht zu ziehen.
Dies gilt für alle langstrafigen Gefangenen, welche spätestens nach zehn Jahren im geschlossenen Vollzug physische und psychische Haftschäden aufweisen bzw. Zeichen des vollzugsbedingten Voralterns zeigen.
Hier ist im Besonderen an im Vollzug alt gewordene Gefangene und an Sicherungsverwahrte zu denken. Letztere haben ihre Strafe längst verbüsst und bleiben aus Sicherheitsgründen aus der Gesellschaft ausgeschlossen [1].

6. Die Tagesstruktur für Körper, Seele und Geist   
Die Tagesstruktur ist der über einen Tag hinweg stattfindende Wechsel zwischen verschiedenen Beschäftigungen und Räumlichkeiten, der sich aus körperlichen Grundbedürfnissen und sozialer Normalität ergibt [2].
In Gefangenschaft spielt dieser Wechsel von verschiedenen Beschäftigungen und Räumlichkeiten sei es zur Befriedigung körperlicher Grundbedürfnisse oder zum Erleben sozialer Normalität eine entscheidende Rolle. Die soziale Normalität der Gefangenen wird durch die Vielzahl unterschiedlicher Arbeitskontakte und –beziehungen mit Vollzugsmitarbeitenden teilweise sicher gestellt. Wenn immer möglich sind so genannte „Finkentage“ (der Gefangene trägt auch tagsüber nur Hausschuhe, weil er sich lediglich in einigen wenigen Räumen unter einem Dach bewegt) durch organisatorische und sozialagogische Massnahmen zu verhindern. Der Gefangene soll dazu angehalten werden, sich täglich ins Freie zu begeben und sich dort zu bewegen.
Zentraler Bestandteil der Tagesstruktur ist die Arbeit. Die Arbeit fördert das Wohlbefinden des Menschen und ist identitätsbildend. Der Gefangene ist zur Arbeit verpflichtet. Diese Pflicht beruht leider nicht auf Gegenseitigkeit, wie es die Vollzugsgrundsätze vermuten lassen. Die Praxis des modernen Straf- und Massnahmenvollzugs versteht unter Arbeit auch deliktorientierte Therapie und (Aus-)Bildung. Das heisst, der Gefangene erhält sein Arbeitsentgelt auch dann, wenn er Therapiesitzungen und Bildungsveranstaltungen besucht.
Zu einer einer gesundheitsfördernden Tagestruktur gehören verschiedene Angebote der sportlichen Betätigung. Spezielle Förderung verdienen die Mannschaftssportarten. Im Rahmen der geistigen und seelischen Förderung durch Bildungsangebote soll im beschränkten Rahmen auch Zugang zum Internet ermöglicht werden, soweit dieser der Erbauung dient.
Ein 24-Stunden-Gesundheitsdienst stellt sicher, dass der Gefangene jederzeit durch medizinisch geschultes Personal umgehend Hilfe erhält. Für den seelischen Beistand stehen dem Gefangenen Seelsorger und Imame zur Verfügung.

Raumverhältnisse und Architektur
Andrea Seelich hat in ihrem Handbuch der Strafvollzugsarchitektur [3] die Auswirkungen der Architektur auf den Menschen im Freiheitsentzug sorgfältig herausgearbeitet.
Trotz den strengen Vorgaben hinsichtlich Raumprogramm, Betriebsabläufe und Sicherheit, ist es wichtig, Materialien und Farben zu wählen, die eine positive Wirkung auf die Personengruppen (Eingewiesene, Personal und Besucher) haben. Die gezielte Auswahl ist sehr wichtig und trägt zur allgemeinen Wohn- und Arbeitszufriedenheit in einer Justizvollzugsanstalt bei. Die Umwelterfahrungen eines Menschen wirken formend auf die Struktur und Funktionsweise des Gehirns ein (Neuro-Plastizität – es gilt: use it or loose it). Der zeitgemässe Justizvollzug (Freiheitsentzug) ist als Behandlungsvollzug zu verstehen und die entsprechenden Räume „Territorien“ sind darauf abzustimmen.
So spezifisch die Funktion einer Justizvollzugsanstalt ist, so sind auch die Verwendungsmöglichkeiten der Werkzeuge des Architekten. Wechselspiele von weich/hart, Licht/Dunkelheit, Nähe/Entfernung, Enge/Weite, Neugier/Furcht, innen/aussen, Geschlossenheit/Öffnung etc. Die folgenden vier architektonischen Werkzeuge sind besonders zu beachten:

Material: Materialien werden nicht nur nach dem Relief der Oberfläche, sondern auch nach der Härte und ihren Eigenschaften als Wärmeleiter beurteilt:
Graue zusammenhängende Sichtbetonwände wirken kalt und abstossend
Sichtmauerwerke wecken die Identifikation zur Aussenwelt – zum Leben
Materialien mit weicher Oberfläche verursachen beim Berühren niemals einen Temperaturschock – angenehme Atmosphäre
Sicherheitsbauteile (Metall) sind gut zu integrieren
Grundsätzlich Baustoffe mit einer hohen Verschleissfestigkeit wählen

Farbe: Farbenschwellen erhöhen die „Lesbarkeit“ der Raumzonen und sind geeignete Mittel zur visuellen Unterscheidung und Orientierung. Die Lesbarkeit beschränkt sich nicht auf Formen, Materialien und Strukturen, sondern schliesst auch Farben und Licht sowie Geruch und Berührung mit ein.

Form:„Form follows function“. Zuerst kommt also die Bestimmung der Räume und dann das architektonische Konzept. So kann es nicht geschehen, dass aufgrund von Minergiestandards Gefangene und Personal die fenster nicht öffnen können. Grundsätzlich werden alle Räume für das Personal gut überschaubar gestaltet:
Sicherheit der Insassen untereinander (Schikane)
Sicherheit der Insassen vor sich selbst (Suizidgefahr)
Sicherheit des in die Insassenzelle eintretenden Personals
Unterbinden der Kommunikation von Zelle zu Zelle, respektive zwischen den Abteilungen

Licht: Ein wesentlicher Aspekt ergibt sich durch den Freiheitsentzug. Jede noch so geringe Abwechslung – und sei es nur ein wanderndes Sonnenlicht – bringt eine erhebliche Besserung der justizvollzugs-spezifischen Atmosphäre, die sich nicht zuletzt durch Monotonie und Deprivation auszeichnet:
Ausreichend natürliche Lichtquellen erhöhen das biologische Wohlbefinden
Zonenwechsel von hellen und dunklen Bereichen erzeugen optische Schwellen
Klare Wegführung, wenig Richtungswechsel, gute Orientierung
Die Ausgestaltung bzw. Ausprägung der 7 Faktoren auf dem Nährboden einer menschenfreundlichen und sicherheitsbewussten Betriebskultur bestimmt, wie weit den Grundsätzen im Strafgesetzbuch nachgelebt werden kann.

[1] Siehe Jahresbericht der JVA Pöschwies 2011, S. 6 ff.
[2] www.pflegewiki.de
[3] Andrea Seelich, Handbuch der Strafvollzugsarchitektur, Springer Verlag, Wien, 2009